Die
Stadt Sarzana liegt auf der Ostseite des Flusses Magra, wo die Autobahn
Cisa auf die antike via Aurelia trifft.
Sarzana ist heute ein modernes Zentrum von Handwerk, Agrikultur und Tourismus
mit einer außergewoenlichen Geschichte und einer fast vollständig
erhaltenen Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert.
Bereits seit den 1. Jahrhundert entwickelt sich Sarzana zu einem schnell und ständig wachsenden Tal, weil es immer mehr Menschen die Gegend von Luni (damaliger Bischofssitz) verließen und sich in Sarzana, die an der Stelle der aktuellen Festung Sarzanello stand, niederließen.
Die Stadt wurde in den folgenden Jahrhunderten durch mehrere Herrschaften
beherrscht (Castruccio Castracani, Herr über Lucca, Pisaner, Visconti,
Genueser, Florentiner) und mit dem Anschluss Liguriens an das Reich von
Sardinien wurde auch die Stadt dazu eingeschlossen.
Jeder dieser Herrschaften hat etwas zu dem Arkitektonischen Stil und zu
der Kultur zugefügt.
Etwas abseits von Piazza Matteotti gelegen, befindet sich der Palazzo Municipale,
der von den Florentinen nach einer Zeichnung von Giuliano da Maiano erbaut
wurde.
Das Gebäude wurde von den Genuesen vernichtet und dann im 16. Jahrhundert
wieder erbaut.
Das Gebäude verfügt noch heute über einen Innenhof mit Laubengang aus dem 15. Jahrhundert. Am Ende des Innenhofs befindet sich der Sarkophag aus Marmor von Benedetto Celso, Buergermeister und Rechtsgelehrter von Lucca.
In der Piazza Matteotti und in der via Mazzini entlang befinden sich zahlreiche
Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert, wie Palazzo Picedi-Benettini
und Palazzo Magni-Griffi.
Auf der Piazza Garibaldi befinden sich das „Teatro degli Impavidi“
erbaut auf dem Gelände des ehemaligen Dominikaner-Klosters nach einer
Zeichnung von Bargigli im Jahr 1805.
Die beeindruckende Festung von Sarzana wurde im Auftrag von Lorenzo il Magnifico
im Jahr 1486 auf den Ruinen der ehemaligen pisanischen Festung Firmafede
erbaut. Sie wurde in den Jahren weiter umgebaut bis dem 18. Jahrhundert,
wann das letzten Teil des Kernstück zur zusätzlichen Verwendung
für das damalige Gefängnis umgebaut wurde.
In einer strategischer Lage, auf der Spitze eines Hügels, befindet
sich stattdessen die Festung Sarzanello an der Stelle des antiken „Castrum
Sarzanae“ von 1. Jahrhundert, einer speziellen Art von Fluchtburg
der Bischöfe.
Sehr interessant in der Stadt sind auch die zahlreiche Kirchen.
Die Kirche von S.Andrea ist zweifellos eine der antikesten Kirchen der Stadt.
Wahrscheinlich wurde Ende des 10. Jahrhundert in der Gotik erbaut und später
im Barok verändert. Die Kathedrale 'S:Maria Assunta' wurde auf der
Stelle der antiken Kirche von S.Basilio erbaut und im Jahr 1474 endgültig
vervollständigt. Sehr interessant zu besichtigen ist die sogenannte
Kreuzkappelle auf der linken Seiten des Altares, wo ein sehr wichtiges Christus-Gemälde
vom Maestro Guglielmo aus dem Jahr 1138 aufbewahrt wird.
Das Gemälde gehört zu den bedeuternsten der romanischen Malerei
Italiens.
In den antiken Gebäuden des historischen Stadtzentrums, befinden sich
wunderschönen Wohnungen, mit Fresken bemalt, aus deren Terrassen, das
Blick der Strassen und Plätze der Stadt zu genießen ist.
Außerdem befinden sich rund um die Stadt auf grünen und ruhigen
Hügel, stillvolle Villen zwischen Olivenbäumen, aus den man ein
beindruckende Meeresblick genießen kann.
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